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Pressemitteilung

15.03.2017

Vierter Jahrgang von „Fernsehen aus Thüringen“ absolviert Workshop in Erfurt

Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der Projekte, der Produktionsstandort Thüringen, Schulbesuche sowie ein Treffen mit den Stipendiaten der Akademie für Kindermedien


Erfurt, 13.03.2017 – Im September letzten Jahres zeichnete die Initiative „Fernsehen aus Thüringen“ sechs TV-Serienkonzepte für Kinder und Jugendliche aus dem deutschsprachigen Raum mit jeweils 15.000 Euro für eine Weiterentwicklung aus. Für die prämierten Autoren*innen und Produzenten*innen läuft vom 13. bis 16. März die erste Workshopwoche in Erfurt, in der sie ihre Konzepte weiterentwickeln. Dabei bekommen sie Unterstützung von den Mentoren Sarah Winkenstette, Paul Schwarz und dem Transmedia Coach Eric Huang, besuchen eine Erfurter Schulklasse im Alter ihrer Zielgruppe, lernen den Produktionsstandort Thüringen besser kennen, absolvieren ein transmediales Projekt mit den Teilnehmer*innen der AKADEMIE FÜR KINDERMEDIEN und bekommen Feedback von Redakteur*innen des privaten und öffentlich-rechtlichen Kinder- und Jugendfernsehens. Nach einer finalen Präsentation vor einer Fachjury am 14. Juni vergibt diese insgesamt 100.000 Euro an bis zu zwei Projekte für die Entwicklung eines Serienpiloten. Um den Standort und die Weiterentwicklung des „Kindermedienlands Thüringen“ zu fördern, sind die Preisgelder an eine Realisierung in Thüringen gebunden.

Als Besonderheit steht ein Austausch mit der Zielgruppe Kinder im Fokus. Im Rahmen verschiedener Schulbesuche in Erfurter Grundschulen und Gymnasien werden die Teilnehmer*innen direkt mit Schulklassen in Kontakt treten, um gezielt zu hinterfragen, wie und ob ihre Projekte verstanden werden. In den Gesprächen sammeln sie Erkenntnisse zu den tatsächlichen Bedürfnissen und Interessen der Kinder. 

Darüber hinaus spielt Thüringen als Produktionsstandort eine Rolle: Da die Preisgelder für die Realisierung eines Serienpiloten der finalen Gewinnerprojekte in Thüringen gebunden sind, können sich die Teilnehmer*innen im Rahmen einer Tour durch den STUDIOPARK KinderMedienZentrum selbst ein Bild von den Produktionsbedingungen vor Ort machen. Auf dem Programm stehen der Setbesuch von „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ (SAXONIA  MEDIA Filmproduktion GmbH), aber auch Gespräche zum Produktionsstandort Thüringen mit seinen Bedingungen, Möglichkeiten und Potentialen. Gesprächspartner sind: Anke Kunze (MDM Film Commission Service Thüringen), Andreas Paczkowski (Produktionsleiter „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“), Jörg Dowidat (Produktionsleiter) und Jana Gutsch (Producer) von “Schloss Einstein”; moderiert von Margret Albers (Projektleiterin der Initiative „Fernsehen aus Thüringen“).

Ein Highlight bildet zudem ein Netzwerktreffen der prämierten Produzenten- und Autorenteams mit den aktuellen Stipendiaten*innen der Akademie für Kindermedien, die zeitgleich Konzepte in den Bereichen Film, Serie und Buch entwickeln. Allen Beteiligten dient diese Verbindung, um ihr eigenes Netzwerk auszuweiten, sich untereinander auszutauschen und an gemeinsamen Veranstaltungen teilzunehmen. 

Zum Ende des Coachings besuchen fünf Jurymitglieder den Workshop: Susanne Rieschel (ZDF), Tim Biedert (nickelodeon), Anke Lindemann (KiKA), Petra Zirkel (SuperRTL) und Daniel Vogelsberg (Junge Angebote des MDR). Sie bekommen den aktuellen Stand der „Fernsehen aus Thüringen“-Projekte gepitcht und geben Feedback mit Blick auf die Trends und den Bedarf des Marktes. In Entwicklung befinden sich folgende sechs Projekte: 1QUADRATMETER – Dokumentation von Christian Rost und Peter Helling (Mingamedia Entertainment, München); FINDHER – Webserie von Kai Schöttle (bigchild, Weimar/Isseroda); FLIP-UNITY – Mystery-Serie von Jan Fusek und Martina Sakova (Projektor23, Berlin); iXPEDITION IN DIE WELT DER 2BEINER – Dokuserie von Claus Strigel (DENKmal Film, München); NULL PROBLEMO! – Familienserie von Ulrike Bliefert, Rajko Jazbec und Kerstin Polte (Serienwerk, Berlin) sowie PSYCHOS – Kinderserie von Niko Ballestrem und Christoph Menardi (NEOS Film, München).

Insgesamt besteht das Workshop-Programm der Initiative „Fernsehen aus Thüringen“ aus zwei Modulen.
Bis Mai schreiben die Produzenten*innen und Autoren*innen nun an ihren Serien-Bibeln, zum Teil mit Büchern für eine Pilotfolge, die im Juni in einem finalen Pitch der Fachjury vorgestellt werden. Danach werden an bis zu zwei Projekte insgesamt 100.000 Euro für die Entwicklung des Piloten vergeben. Die Preisverleihung findet am 14. Juni wiederum im Rahmen des Festivals GOLDENER SPATZ in Erfurt zusammen mit der Auftaktveranstaltung zum neuen Jahrgang statt.

Initiiert und finanziert wird „Fernsehen aus Thüringen“ von der Thüringer Staatskanzlei (TSK) und der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT). Mit „Fernsehen aus Thüringen“ möchten die Initiatoren gezielt neue Projekte für Kinder und Jugendliche fördern und am  Standort ansiedeln. Durch die frühzeitige Einbindung der Redakteure in Form einer Fachjury wird eine Entwicklung nahe am Bedarf der Sender und jungen Zuschauer gewährleistet, was die baldige Realisierung attraktiver und innovativer Serien-Formate ermöglicht. Die Ausschreibung wird vom Förderverein Deutscher Kinderfilm e.V. mit Sitz in Erfurt organisiert.